Alltägliches und marxianisches zu Geld und Wert

Bemühte man sich Wortfelder zu Geld oder Wert zu erstellen, wäre es sehr wahrscheinlich, dass beide Begriffe darin jeweils auftauchten. Fragt man wieviel etwas wert ist, will man oft einen Preis genannt bekommen. Inflation wird meist so beschrieben, dass das Geld seinen Wert verlöre. Man redet von Vermögenswerten, geldwerten Leistungen etc.. Marxens Rede vom Gebrauchs- und Tauschwert der Waren ist daher intuitiv verständlich, ohne dass man sich das daraus entspinnende dialektische Begriffssytem kennen müsste bzw. vollumfänglich akzeptieren müsste. Oft geht es mir so, dass ich die Analysen an Marx geschulter Leute zu weiten Teilen plausibel finde, dafür aber nicht mehr oder weniger ausdrücklich die (Arbeits-)Wertlehre verteidigen würde. „Alltägliches und marxianisches zu Geld und Wert“ weiterlesen

Einige Schwierigkeiten der Arbeitswertlehre

Der Kernbaustein der marxschen Arbeitswertlehre besteht wohl darin, dass abstrakte Arbeit, d.h. Arbeit ohne Bezug auf ihren konkreten Inhalt, die für die Produktion einer Ware gesellschaftlich erbracht wurde, irgendwie den Warenpreis dominiert. Ihr Maß sei die durchschnittlich gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit zur Produktion einer Ware. Die Vorstellung der Marxianer scheint daher zu sein, dass es sich dabei um einen unbewussten gesellschaftlichen Prozess handelt. Sollte es sich um eine halbwegs überprüfbare Theorie handeln, müsste man sie testen können. Dies erfordert jedoch genauere Angaben zum besagten Prozess, wie der Wert w den Preis p einer Ware formbestimmt. „Einige Schwierigkeiten der Arbeitswertlehre“ weiterlesen