Zu den Kernthesen der Wertkritik

Beim umhersurfen stieß ich auf zwei wertkritische Texte, die die Kerngedanken dieser Richtung der neuen Marxlektüre besser herauszubringen scheinen, als mir dies bisher unterkam. Zum einen wäre da Kurzens Beitrag von 1995, der mir auch deswegen kommentierenswert erscheint, weil der Text auch von 2016 datieren könnte, würde man die aktuellen Zeitbezüge daraus durch heutige ersetzen. „Zu den Kernthesen der Wertkritik“ weiterlesen

Ökonomische Gedankenakrobatik bezüglich Produktivität

Noch nie habe technischer Fortschritt eine Steigerung der Produktivität herbeigeführt. Dieses Ergebnis präsentiert beinahe triumphierend ein Artikel auf dem Oxi-Blog von Michael Wendl, das völlig kontraintiuitiv daherkommt. Nun muss man genauer sagen, dass es ihm um die gesamtwirtschaftliche Produktivität geht, die laut Wendl auf dem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes pro Kopf pro Erwerbstätigenstunde als Indikator für Produktivitätswachstum basiert und dann wie auch immer deflationiert von Jahr zu Jahr verglichen wird. Man könnte sich auch einfach das BIP-Wachstum von Jahr zu Jahr ansehen und würde zum selben Resultat gelangen. Die spektakulären Wachstumsraten der Nachkriegszeit sind längst Vergangenheit und dennoch ist es ziemlich unzweifelhaft, dass seither die Produktivität in der Warenproduktion enorm gestiegen ist, mehr Produkte in kürzerer Zeit mit weniger Menschen hergestellt werden können. Doch ist Produktivität nach Wendl letztlich gleichzusetzen mit Wirtschaftswachstum, das folglich nie richtig von der Technikentwicklung beeinflusst worden sei abgesehen von der Zeit des Wirtschaftswunders.
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