Die abstrakte Herrschaft des Geldes und die wirtschaftliche Dynamik I

Während ein paar unentwegte Fans der untergegangenen Sozialdemokratie der 1960er und 1970er Jahre alle paar Wochen Aufrufe zur Neugründung verfassen, siehe z.B hier, verblassen die Fragen nach einer adäquaten Beschreibung der aktuellen wirtschaftlichen Dynamik, die die Politik inzwischen ganz der neoliberalen Theorie gemäß im Schlepptau hinter sich her zieht.

Aus Geld mehr Geld zu machen, kann getrost als Motor der wirtschaftlichen Dynamik angesehen werden, wie sie in der Kurzfassung G-W-G‘ bzw. G-G‘ bei Marx zum Ausdruck kommt. Trotz dieses Rückgriffs auf Marx kann man sich von der Arbeitswertlehre lösen beginnend mit der Überlegung, dass es Geldverwendung schon lange vor dem Kapitalismus gab, und ein ausgebildetes Geldwesen eine zentrale Voraussetzung für die Entstehung desselben gewesen sein dürfte. Anhänger der Marxschen Theorie mögen derweil ihren Aufschrei unterdrücken und einfach einen anderen Gedankengang zulassen. „Die abstrakte Herrschaft des Geldes und die wirtschaftliche Dynamik I“ weiterlesen

Creative against the Machine?

Ein Spiegel-Reporter berichtete kürzlich von den Forschungen großer Technologiefirmen wie Microsoft aus den USA. Die sich abzeichnenden Automatisierungspotentiale durch lernfähige Software scheinen riesig. Wenig beleuchtet wird allerdings, auf welche Bereiche sie sich auswirken werden, allenfalls ein Hinweis über die effizientere Bewässerung von Setzlingen lässt sich dem Text entnehmen. Jedenfalls scheint einer der Forscher überzeugt, dass der arbeitende Mensch von morgen stets werde beweisen müssen, warum seine Tätigkeit noch nicht automatisiert wurde. Da Anweisungen zu befolgen, von Maschinen in Zukunft besser erledigt werden könne als von Menschen, sieht sich der Mensch, wenn er nicht auf Almosen angewiesen sein will, dem Druck ausgesetzt immer kreativer bzw. einfallsreicher als die Maschinen zu sein. „Creative against the Machine?“ weiterlesen