Von „Laberfächern“ und „volkswirtschaftlichem Nutzen“

Der Begriff im Titel wird gerne benutzt, um alle Formen von menschlicher Betätigung vor allem an Hochschulen abzuwerten, bei denen kaum potentiell privatwirtschaftlich verwertbare Produkte aus der wissenschaftlichen Arbeit entstehen, oder mit denen kein (vermeintlicher) Bedarf an universitär bzw. staatlich abgeprüftem Sachverstand gedeckt wird. Medizin, Jurisprudenz, BWL, VWL und Naturwissenschaften (inklusive Informatik und Mathematik), Ingenieurwesen bis hin zur Architektur gelten als „vernünftig“, den volkswirtschaftlichen Nutzen mehrend, während die übrigen Sozialwissenschaften und philosophische Fakultäten als überflüssig angesehen werden. Dieses – mit Verlaub – kleinkarierte Stereotyp hält keiner kritischen Überprüfung stand, ist aber hartnäckig nicht zuletzt, weil Denkfaulheit außerhalb der Gelderwerbssphäre gerade auch bei „Leistungsträgern“ recht weit verbreitet zu sein scheint. „Von „Laberfächern“ und „volkswirtschaftlichem Nutzen““ weiterlesen