Zum G20 vorläufig abschließend

Da es mir keine Ruhe lässt, muss ich doch noch ein paar Zeilen zu den unterschiedlichen Reaktionen auf die hamburger Ereignisse und ihre Folgen notieren. So wird bei feynsinn skizziert, wie Regierungen islamistischen Terror, Randale der Unterschichten und linke Gewalt dazu benutzten, um die Einschränkung von Bürgerrechten sowie Kriegshandlungen im Nahen Osten zu rechtfertigen. In Bezug auf linke Gewalt lassen sich in diesen Tagen von der etablierten Politik besonders schrille propagandistische Töne vernehmen, ohne dass es überhaupt eine relevante antikapitalistische gesellschaftliche Kraft in Deutschland gäbe. Soweit gehe ich d’accord. In den Kommentaren darunter wird vom Blogautor dann ein Artikel von Flassbeck als inhaltsleer abgebügelt, der ein wenig in die Richtung geht, die ich in meinem letzten Beitrag eingeschlagen habe. „Zum G20 vorläufig abschließend“ weiterlesen

Wie protestiert man sinnvoll gegen die bestehende Weltordnung? (Update)

Ohne Prophet zu sein, waren die Bilder, die die linken Krawallbrüder und -schwestern samt mutmaßlichen Agents provocateurs, den Konservativen beim G20 in HH lieferten, erwartbar. Gesetzt der Fall, die Demoleitungen konnten bei der Planung bis drei zählen, so mussten sie die sich einstellenden dummlinken Aktionen mit einplanen. Sie mussten ferner damit rechnen, dass somit eine ganze politische Richtung mit Schmutz beworfen werden würde, dass die Demos und sonstigen Aktionen im Grunde nur die Begleitmusik für eine Art systemstabilisierenden medialen Hype um die Gewalt von links liefern würden. Das mögen die Aktivistinnen vielleicht zurecht für unfair halten, weil bei einem Fußballspiel auch nicht alle Fans mit den Hools in einen Topf geworfen werden. Absehbar waren die entsprechenden Reaktionen trotzdem und wer zudem eine Demo „Welcome to Hell“ nennt, weiß auch, dass nicht nur Kinder von Traurigkeit von solchen Slogans angezogen werden würden.

Angenommen, die FR liegt mit ihrer Einschätzung richtig, dass die Proteste sich inhaltlich im wesentlichen gegen die bestehende Weltordnung richteten, die Verbindung zu den Inhalten des G20-Gipfels also eher als lose zu bezeichnen wäre, welchen Effekt wollte man erzielen? „Wie protestiert man sinnvoll gegen die bestehende Weltordnung? (Update)“ weiterlesen

Über die Wirksamkeit des Protests

In einer eher verdrießlichen Gesamtsituation, was jeglichen Gedanken an eine grundlegende gesellschaftliche Veränderung anbelangt, trottet die von Preissignalen und Bereicherungserfahrungen gesteuerte Marktgesellschaft ohne Ziel weiter. Ein paar sich links verortende Leute organisieren gewissermaßen ihre Klassentreffen mit Demo rund um politische Ereignisse wie den G20 Gipfel im Juli in Hamburg, ohne dass erkennbar wäre, was außer dem Slogan, dass eine andere Welt möglich wäre, dabei noch transportiert werden könnte. Wer hinfährt, kann sich vergewissern, nicht völlig allein zu sein mit seinen Ansichten. Fraglich bleibt aber, ob solche Art Protest mehr sein kann als bloßer Selbstzweck für ein paar unentwegte Linksautonome. „Über die Wirksamkeit des Protests“ weiterlesen