„Jamaika“ im Bundestag ist vom Tisch

Die Demokratie lebt, man kann Sondierungsgespräche tatsächlich scheitern lassen! So war das Fazit irgendeines Radiokommentars an die Adresse derjenigen, die nicht mehr so recht an entscheidende Unterschiede zwischen den etablierten Parteien glauben. Aber ist dieser Schluss tatsächlich stichhaltig? Kann man nicht auch so argumentieren, dass die Klientel, der man sich in der FDP, der deutsche industrielle Mittelstand sowie Ärzte und die übrigen Besserverdienenden im Gesundheitsbereich, verpflichtet fühlt, nicht genügend von der eigenen Regierungsbeteiligung profitieren würde? Könnte es nicht auch sein, dass die Interessen der großherzigen Spender der FDP nicht gar so deutlich zum Zuge gekommen wären, hätte es die Jamaikakoaltion (CDU, CSU, FDP, Grüne) gegeben? „„Jamaika“ im Bundestag ist vom Tisch“ weiterlesen

An alle, die unter linker Meinungsführerschaft leiden,…

…sei hiermit kurz vor den Bundestagswahlen 2017 daran erinnert, dass ein im gängigen journalistischen Jargon konservatives Geschwisterparteienpaar namentlich CDU/CSU eine große Koalition mit einer von ihrem rechten Flügel dominierten sozialdemokratischen Partei, der SPD, anführt. In der Opposition sitzen die Realo-Grünen, die so Flausen wie Pazifismus und gesellschaftliche Veränderung längst ad acta gelegt haben, die quasi das Bio-Produkte-Angebot der Supermärkte repräsentieren. Diese werden noch ergänzt um die Linkspartei, die sich zusammensetzt aus der ehemaligen PDS und linken Ex-SPD-Mitgliedern aus der WASG, und zumindest auf dem Papier eine traditionelle sozialdemokratische Programmatik vertritt. Herausgeflogen ist bei den letzten Wahlen die selbst erklärte Partei der Besserverdienenden, die FDP. „An alle, die unter linker Meinungsführerschaft leiden,…“ weiterlesen

Konservative Weltbilder: nichts anständiges gelernt…

Peter Tauber von der CDU gab kürzlich einen Einblick in die Welt der professionellen Polit-Vereinsmeier, zu der er gehört. Wer hier zwei bis drei Jobs braucht, ließ der Punk der CDU – wie ihn eine im Rheinland weit verbreitete Regionalzeitung einmal nannte – das geneigte liberal-konservative Publikum wissen, um sich über Wasser zu halten, hat nur nichts anständiges gelernt oder – so wäre ergänzend hinzuzufügen – ist nicht rechtzeitig der Jungen Union beigetreten. Ansonsten sieht Deutschland für den Generalsekretär der Union womöglich so aus wie in der Erdinger Weißbier™ Werbung mit Kaiser Franz. Von Hotel zu Hotel im Auftrag der Partei eilend, ist alles wie im Werbeprospekt der Gastronomie. Wie der Kaiser wird er um die allgegenwärtige Korruption wissen, jedoch kaum mit dem Leben der Leute in Berührung kommen, die die Auflösung des Reformstaus durch die geschröderte SPD in Deutschland nun ausbaden. „Konservative Weltbilder: nichts anständiges gelernt…“ weiterlesen