Schwachsinn gibt es rechts, links und mittig

Eingangs bedarf es einer kurzen und damit unvollständigen Charakterisierung dessen, was unter rechts, links und mittig zu verstehen sein soll. Mit rechts meine ich den Glauben an die Überlegenheit der eigenen Nation bzw. des eigenen Volkes bzw. der eigenen Kultur gegenüber anderen, einen gewissen Hang zum Militär bzw. Militarismus und zur Exklusion Fremder und anderer Minderheiten und eine gewisse Autoritätsgläubigkeit etc.. Demgegenüber hat man aus meiner Sicht auf linker Seite eher ein Problem mit dem Militär, will eigentlich niemanden ausschließen, zweifelt an überkommenen Hierarchien und z.T. an Hierarchien überhaupt. Die politische Mitte oder, wie Tariq Ali sagen würde, die extreme Mitte, stellt quasi eine Mischung aus den beiden zuvor genannten Positionen dar, spielt sie – wie mir scheint – in letzter Zeit sogar gegeneinander aus.

Schwachsinn links

Aus irgendeinem Grund hat sich in den Köpfen vieler aus der Linken das Selbstverständnis festgesetzt, dass sie die Weisheit mit Löffeln gefressen hätten, weil sie für die ganze Menschheit das Beste wollen. Letzteres mag sein, dennoch ist man damit nicht gefeit vor Irrtümern und Abwegen wie die Existenz der Antideutschen zeigt, deren Vertreter*innen durchaus einen Atombombenabwurf zumindest in Punksongs auf Deutschland für geboten halten (Quelle liefere ich nach.). Das ist genuin linker Schwachsinn, der diesen Spassvögeln aufgrund des besagten linken Selbstverständnisses gar nicht mehr auffällt. Eine weitere Form linken Schwachsinns ist bspw., Menschen, die an bestimmte Verschwörungen glauben, grundsätzlich für rechts zu halten. Nicht einmal Menschen, die an eine Weltverschwörung von irgendeinem sinistren Zusammenschluss von Geldmächtigen o.ä. glauben, sind zwingend rechts, nur meiner Erfahrung nach meistens ziemlich bekloppt. Schließlich kann man rechte Einstellungen vertreten, ohne an irgendeine Verschwörung zu glauben.
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Die Konsequenzen der Marktwirtschaft

Die heiß geliebte Marktnatur des Menschen wird von Keynesianern und Neoklassikern bis hin zu Ordo- bzw. Neoliberalen verteidigt. Im Kern sind sie alle sich einig, dass der Markt das beste Mittel zur Versorgung aller Menschen mit Gütern und Dienstleistungen darstellt, gerade weil die Versorgung auf dem indirekten Wege der persönlichen Bereicherung stattfindet. Der Egoismus der Einzelnen hat so den charmanten Nebeneffekt der optimalen Versorgung aller, die berühmte unsichtbare Hand. „Die Konsequenzen der Marktwirtschaft“ weiterlesen

Nicht immer die richtige Wahl: Herablassung gegenüber Rechten

Nach zwei medialen Begegnungen mit AfD-Mitgliedern, die nicht auf den Kopf gefallen zu sein scheinen, die jedoch während dieser Begegnungen ihre Beweggründe, sich dieser nationalistischen Partei anzuschließen, (formatbedingt) nicht darlegten, treiben mich genau diese Beweggründe um. Obwohl die Gleichung „AfD = Partei rechter dummer Menschen” nach der Abspaltung des professoralen Flügels um Lucke eine gewisse Plausibilität gewonnen haben mag, wird diese allgemeine Aussage durch diese beiden Gegenbeispiele widerlegt, die ich kurz darstellen möchte. (Wer genaueres erfahren möchte, kann auf die Links klicken.) „Nicht immer die richtige Wahl: Herablassung gegenüber Rechten“ weiterlesen