Rock’n’Roll und Revolte…

Aus einem Interview mit Lemmy Kilmister blieb mir haften, dass Lemmy betonte noch eine Zeit zu kennen, in der es keinen Rock’n’Roll gegeben hätte. Nunmehr sind Rock und Pop längst sogar Teil des schulischen Musikunterrichts geworden. Konservative Politkasper wie der Herr von und zu Guttenberg singen AC/DC-Songs im CSU-Bierzelt mit. Ob er sich dies zu Lebzeiten von Franz-Josef Strauss hätte erlauben können, vermag ich nicht zu beurteilen, könnte mir aber schon vorstellen, dass Rock’n’Roll damals noch nicht derartig „normal“ war wie in der Gegenwart. Man kann darin einerseits einen Fortschritt sehen, dass selbst die konservative Klientel ein stückweit toleranter, weltoffener und lockerer geworden ist. Andererseits muss man konstatieren, dass mehr eben auch nicht passiert ist als eine gewisse Anpassung der Tischsitten an eine Konsumgesellschaft, die ständig neue Trends braucht, um neue Bedürfnisse zu kreieren, damit der Rubel weiter rollen kann. Inzwischen erscheint es jedenfalls geradezu bizarr, dass Rock’n’Roll in manchen Industrieländern in den 1950er/60er Jahren regelrecht verboten wurde. „Rock’n’Roll und Revolte…“ weiterlesen

GroKo 4.0

Die traditionellen Massenmedien verkünden seit gestern, dass Schwarz-Rot im Bund nunmehr beschlossene Sache sei, sofern die Mitgliederbefragung der SPD grünes Licht dafür geben wird. Wenn Parteien und Organisationen rechts und links der großen Koalition etwas zu beanstanden haben, deutet dies darauf hin, dass es sich nicht um einen großen Wurf handelt sondern um das Ergebnis des üblichen Geschachers im parlamentarischen Betrieb. Die Beteiligten behaupten selbstverständlich das Gegenteil, geben sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Was sollen sie auch sonst tun? „GroKo 4.0“ weiterlesen