Ein paar Anmerkungen zur VWL aus eigener Erfahrung

Aus Anlass eines kleinen Disputs, der sich auf dem eher geschlechterpolitischen Blog man-tau ergab, möchte ich hier einige Anmerkungen zur akademischen Volkswirtschaftslehre machen, die dort den Rahmen nach meinem Empfinden sprengen würden. Sie entstammen meiner eigenen Erfahrung, dürften aber doch einigermaßen für die BRD-weite staatliche Universitätslandschaft verallgemeinerbar sein. Zunächst will ich knapp darstellen, was man nach einem Studium der VWL kann, dann die zentrale Theorie vorstellen und ihren Sinn aus neoliberaler Sicht erläutern. Abschließend will ich ein paar Spekulationen über die gesellschaftlichen Effekte einer ökonomischen Ausbildung in den Raum stellen. „Ein paar Anmerkungen zur VWL aus eigener Erfahrung“ weiterlesen

„Erfolge“ des G20-Protestes

Bizarr mutet es an, dass die gemäßigten Plünderungen im hamburger Schanzenviertel vor rund einem halben Jahr, die nun zu Hausdurchsuchungen in der linken Szene geführt haben, von dieser teils als Erfolg gesehen werden. Bizarr ist das Erfolgskriterium: Es habe dazu geführt, so kam mir zu Ohren, dass die Szene enger zusammenrücke in Erwartung der nun auf sie zukommenden Repression. Teilen der Szene erscheint es also als Erfolg, dass mehr oder minder mutwillige Militanz im Umfeld einer Großdemo, bei der u.a. Süßigkeiten (ganz bestimmt ohne Palmfett) und Wodka requiriert wurden, nebst der Zerstörung von Kleinwagen deren Besitzende wahrscheinlich dem linken Spektrum zuzurechnen sind, als Schmiermittel zur Solidarisierung untereinander dient. Der einigermaßen zufällige Kollateralnutzen wird über den Gesamtschaden für linke Positionen aber eben auch Strukturen in einer nach rechts rückenden Gesellschaft gestellt. Dieses Ausmaß an Kurzsichtigkeit bzw. Konzeptlosigkeit ist entwaffnend. „„Erfolge“ des G20-Protestes“ weiterlesen